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Test Enduro

Honda Transalp 600 V2

Die abgebildete Honda stammt aus dem Modelljahr 1987 und ist ein "ziviler" Abkömmling einer Rallye-Version für Wüsteneinsätze. Nun, so weit kam's bei mir nie. Doch von da her rührt die Motortechnik mit 2 Einlassventilen und 1 Auslassventil pro Zylinder und Doppelzündung. Du hast also einen Zweizylinder und zahlst beim Service VIER neue Kerzen, alles ganz ordnungsgemäss! Dafür läuft die Maschine wie ein Uhrwerk - jahrelang!
Die Transalp will, wie ihr Name andeutet, über die Berge reisen. Darum sind auch ohne weiteres Koffer motierbar.

Zitat aus motorradonline (1987):
"Gilt die BMW R 80 G/S 1980 als Urmutter aller Reise-Enduros, so ist die Honda Transalp 1987 die erste verkleidete Variante dieser Gattung. Sie eröffnet ein neues Marktsegment, spricht riesige Käuferspektren an. Von der Einzylinder-Enduro bis zum Vierzylinder-Tourer steigen Menschen um auf das japanische Ufo. Ein solch universelles Motorrad gab es noch nie."

Technische Daten/Messwerte
Zweizylinder-V-Motor, 583 ccm, Doppelvergaser, Dreiventiler, 50 PS bei 8000/Min., max. Drehmoment 54 Nm bei 6000/Min, leer 205 Kg, Zuladung 177 kg, Sitzöhe 85 cm, Federweg vorn/hinten 20/19 cm. 5-Gang-Getriebe.
0-100 Km/h in 5.2 sec., 60-100 im 4. Gang 6.5 sec., Vmax 175 Km/h.
Verbrauch bei zügiger und ökologischer Fahrweise 5.2-5.4 L/100 Km. Daraus resultiert dank 18-L-Tank eine Reichweite von rund 340 Km.

Fahreindrücke
Gutmütiger Allrounder mit komfortabler Federung, sehr handlich und wendig. Passstrassen mit jeglichen Kurvenradien und Steigungen sind locker zu bewältigen. Die Seitenlagenfreiheit genügt auch höchsten Ansprüchen. Erfreulich ist das gute Drehmoment über ein weites Drehzahlband von 2500..8000/Min, welches subjektiv einen grösseren Hubraum vermuten lässt. Die entspannte Sitzposition erlaubt lange Tagesetappen.
Die Wasserkühlung ist sehr gut und garantiert eine konstante Betriebstemperatur unter allen Bedingungen. Die vordere Scheibenbremse wird hinten durch eine Trommelbremse ergänzt. Die damit erzielbare Bremsleistung reicht im Solobetrieb gut aus, ist allerdings bei Vollbeladung nicht mehr wirklich gut. Auf Passabfahrten muss dementsprechend vorausschauend gefahren werden.
Für Umsteiger von einer Einzylinder-Enduro ist die Transalp um Vieles besser: Die Reifen sind feinstolliger und laufen deshalb vibrationsfrei, die Pendel- und Schüttelneigung der Einzylinder ab 110 km/h aufgrund des hoch angesetzten vorderen Schutzbleches fällt völlig weg, die Transalp eilt leichtfüssig und ruhig über die Bahn, auch bei höheren Tempi. Der Motor läuft im Vergleich turbinenmässig vibrationsarm und rund.

Fazit: Diese frühe Variante einer leichten Reiseenduro lässt sich bequem dirigieren, sei es in der Stadt oder am Berg. Sie macht alles mit und bügelt Strassenunebenheiten souverän glatt, mehr als jedes andere Reisemotorrad heute. Dafür federt sie beim Bremsen vorn etwas mehr ein. Der Scheinwerfer sorgt auch nachts für optimale Strassenausleuchtung.



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