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Die gefährlichsten Irrtümer im schweizerischen Strassenverkehr

Verkehrsirrtum Nr. 1: Riskante Spurwechsel nach links auf der Autobahn

Irrtum: Wer neben sich 15 Meter freien Asphalt sieht, darf die Spur wechseln.
Wer die Spur wechselt, führt ein Manöver aus und hat grundsätzlich keinen Vortritt. (SVG Art.34,3; 44,1) Er muss also darauf achten, dass kein Fahrzeug auf der Überholspur direkt in Kollisionsgefahr steht und dass der Abstand zum nächstfolgenden Fahrzeug sicher ist. Gerade dies ist aber oft nicht der Fall, so dass der Hintere massiv abbremsen muss. Zudem: Die Zeichengebung mit dem Blinker links entbindet den Fahrzeugführer nicht von der gebotenen Vorsicht, er ist keine Legitimation zum sofortigen Spurwechsel. (SVG 39,2).
Bei 110 km/h fährt ein Fahrzeug 30.5 Meter/Sekunde; das heisst: Der minimale Sicherheitsabstand beträgt 1.5 Sekunden oder 46 Meter (10 Autolängen)!
Wer sich in eine 20-Meter-Lücke drängt, fährt höchst gefährlich und nötigt den nächstfolgenden Fahrer zum Abbremsen! Er verringert den Momentanabstand für den Hinteren auf ungefähr 10 Meter, was bei Tempo 110 einer zeitlichen Distanz von 0.22 Sekunden entspricht! Das ist keine Reaktionszeit für eine evtl. Notbremsung! Der Spurwechselnde begeht in diesem Fall klar einen Regelverstoss gem. SVG Art 34,4.
Wer einen solchen Vorgang von hinten beobachtet, selbst betroffen ist und die Gefährdung beweisen kann (Filmkamera), der kann den Drängler erfolgreich verklagen.


Verkehrsirrtum Nr. 2: Überholmanöver (Auto/Motorrad)

Irrtum: Auf der überblickbaren Strecke muss ich das Überholen abschliessen.
Richtig ist: Ich muss bereits etwa auf der halben überblickbaren Strecke das Überholen abschliessen können. (SVG 35,2) Denn wenn ich auf der linken Spur bin und plötzlich Gegenverkehr auftaucht, braucht dieser auch die halbe Strecke, währenddem ich auf seiner Spur fahre.


Verkehrsirrtum Nr. 3: Fussgängerstreifen sind totaler Schutz

Irrtum: Der Fussgänger hat immer Vortritt
Wer die Absicht hat, den Fussgängerstreifen zu überqueren, muss sich an den Rand der Strasse stellen und sich beidseits vergewissern, dass kein Fahrzeug in der Nähe ist. (SVG Art. 49,2)
Wenn nämlich eines mit den erlaubten 50 km/h heranrollt, kann es sein, dass der Fahrer rein physikalisch nicht rechtzeitig anhalten kann.


Verkehrsirrtum Nr. 4: Radfahrer als Gesetzlose

Irrtum: Der Radfahrer darf alles, nur nicht sich erwischen lassen.
Das Befahren von Einbahnstrassen, das Ueberqueren von Kreuzungen bei ROT und das Fahren nachts ohne Beleuchtung sind die häufigsten und schlimmsten Vergehen. Kein vernünftiger Mensch tut dies.
Wenn diese gefährlichen Vergehen sich weiterhin häufen, wird der Gesetzgeber grosse Nummernschilder für Fahrräder einführen, damit die Anonymität aufgehoben ist, und wird beginnen, Bussen auszusprechen.


Verkehrsirrtum Nr. 5: Radfahrer beim Linksabbiegen

Irrtum: Der Radfahrer hält sich rechts und schwenkt im letzten Moment nach links.
Der Radfahrer schaut frühzeitig zurück und sucht eine Lücke zwischen den Autos. Sobald er Platz hat, spurt er mit klarem Handzeichen ein und fährt hart an die Mittellinie.


Verkehrsirrtum Nr. 6: Pedaltretender Radfahrer überquert Strasse auf dem Fussgängerstreifen und hat Vortritt

Irrtum: Wer sich auf dem Fussgängerstreifen aufhält, hat immer Vortritt.
Der Radfahrer, welcher die Pedale tritt, gehört auf die Fahrbahn, nicht auf Streifen oder Trottoir! Wer auf dem Streifen Vortritt haben will, muss absteigen und das Rad schieben, nur dann ist er aus legaler Sicht ein Fussgänger.


Was tut eigentlich die Polizei,
wenn sie gerade keine Verbrecher jagt?


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