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Test Tourenmaschinen

Honda Varadero 1000 V2

Diese im Jahr 2003 stark erneuerte Varadero kam mit strafferen Federelementen, Verschalungsfacelift, Einspritzung und 2 geregelten Katalysatoren angerollt. Sie hat eine grosse zweiteilige Sitzbank und bietet - auch dank der Scheibe - einen extrem hohen Langstreckenkomfort. Auf Wunsch kann sie mit Topcase und zwei Seitenkoffern ausgestattet werden.

Technische Daten/Messwerte
Zweizylinder-V-Motor (90°), pro Zylinder zwei obenliegende Nockenwellen, Vierventiler, Hubraum 996 ccm, Einspritzung und geregelter Kat., 94 PS bei 8800/Min., max. Drehmoment 98 Nm bei 6000/Min, Leergewicht 255 Kg, Sitzhöhe 85 cm, hinten Federbein mit einstellbarer Federrate.
Federweg v/h 15/15 cm. 6-Gang-Getriebe, wobei der 5. und 6. eher Schongang-Charakter haben.
0-100 Km/h in 3.6 sec., 60-100 im 4. Gang 4.0 sec., Vmax 210 Km/h.
Verbrauch bei zügiger und ökologischer Fahrweise 4.8 L/100 Km (Alpenpässe im Zweipersonenbetrieb) bis 5.4 L (Pass im Alleinbetrieb, etwas rassiger). Der Ganzjahresschnitt liegt bei 5.35 L/100 Km. Daraus resultiert dank 24.5-L-Tank eine sagenhafte Reichweite von bis zu 450 Km!





Fahreindrücke
Der Motor zieht bereits ab 2000/Min. wie eine Dampfmaschine los und kann von einer 1000er Ducati nicht abgehängt werden. Im oberen Drehzahlbereich, den man selten braucht, dreht sie mit voller Kraft bis über 9000/Min hoch. Bei 8800 beginnt der rote Bereich. Die Wasserkühlung ist sehr gut und garantiert eine konstante Betriebstemperatur unter allen Bedingungen. Die Schräglagenfreiheit ist wesentlich grösser als der Mut des Piloten :-), kratzen tut's nie. Sie macht zügige Passfahrten genau gleich locker mit wie gemütliches Cruisen bei 2200 U/Min.
Sehr gute Verzögerung durch die Motorbremse. Die 3 Scheibenbremsen sind kombiniert, es werden immer beide Räder gebremst, egal, ob man am Handhebel zieht oder auf die Fussbremse steht. Die Bremskraft wirkt vorn doppelt so stark wie hinten, wo nur 1 Scheibe zupackt. Dadurch ist das Motorrad auch stabil, wenn mal ausnahmsweise in der Kurve gebremst werden muss. Die Federung ist - im Gegensatz zur früheren Varadero - nicht mehr so weich, sie geht auch bei Vollbeladung und harten Bremsmanövern kaum je auf Block. Das Fahrwerk vermittelt sehr gute Rückmeldung von der Strasse, ist aber nicht wirklich hart.

Das Armaturenbrett mit Rundinstrumenten ist traditionell und sehr übersichtlich. Die Verbrauchsanzeige ist langsam in den Reaktionen und zeigt tendenziell zu hoch an; deshalb habe ich sie jeweils ausgeschaltet. Die Verbrauchswerte sind gemäss Tankstellenmessungen berechnet.
Die Varadero eignet sich sehr gut für wochenlange Motorradreisen mit Tages- etappen bis zu 8 Stunden, solo oder zu zweit.

Fazit: Diese eher schwere Reiseenduro lässt sich erstaunlich leicht dirigieren, sei es in der Stadt oder am Berg. Sie macht alles mit, hat enorme Zuladung und viel bequemen Platz. In Anbetracht der hohen Leistung und der sehr kraftvollen Beschleunigung ist der Verbrauch recht moderat, wenn man nicht (unnötiger- weise) hochtourig fährt. Die Doppelscheinwerfer sorgen auch nachts für optimale Strassenausleuchtung.









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Honda NC 700X (neu auch 750X)

Dies wäre mein künftiger Favorit

Die NC (New Concept) ist eine völlige Neuentwicklung mit den Vorgaben: Mittlerer Hubraum, niedertourige Auslegung, günstiger Verbrauch, alltagstauglich, günstiger Preis.
Es gibt 2 Varianten, die "X" ist mit etwas längeren Federwegen ausgestattet. Der Motor ist ein langhubiger Reihen-Twin, der bereits bei 6800/Min abgeregelt wird. Er kann und soll im tiefen bis mittleren Drehzahlbereich gefahren werden, wo er gut zieht. Praktische Besonderheit: Dort, wo man den Tank vermutet, ist ein abschliessbares Helmfach. Das Benzin wird seitlich unter dem Sattel eingefüllt. Diese räumliche Anordnung wird durch die fast liegende Einbauweise des Motors ermöglicht.
Auf Wunsch kann sie mit Topcase und zwei Seitenkoffern ausgestattet werden.

Technische Daten/Messwerte
Zweizylinder-Reihenmotor, 670 ccm, Einspritzung und geregelter Kat.,
Vierventiler, Wasserkühlung. 48 PS bei 6250/Min., max. Drehmoment 60 Nm bei 4700/Min, leer ca 215 Kg, Sitzhöhe 83 cm.
Federweg v/h 15/15 cm. 6-Gang-Getriebe
0-100 Km/h in 5.9 sec., 60-100 im 6. Gang 7.7 sec., Vmax 161 Km/h.
Verbrauch 3.5-4.0 L/100 Km. Tankinhalt 14.1 L, Reichweite 350-400 Km.
Fahreindrücke
Der Motor hört sich eher unspektakulär an, zieht aber bereits ab 1500/Min. druckvoll an und beschleunigt - dank des relativ geringen Gewichts - energisch, bis der Begrenzer abriegelt. An diese eher tiefe Drehzahlobergrenze muss man sich etwas gewöhnen, doch das ganze Setup begeistert! Die Handlichkeit ist sehr gut, und wieselflink wirft man die Maschine von einer Kurve in die andere. Die Bremsen packen gut zu, die Federung ist komfortabel, und man möchte eigentlich gar nicht mehr runter von dem Gefährt. Den Verbrauch, versicherte mir mein Mechaniker, würde ich sicherlich auf 3.6 Liter drücken, mit meiner speziellen Fahrweise. Ein topmoderner Wert, einiges tiefer als der Durchschnitt tourenfähiger Bikes. Ein Motorrad für Liebhaber wendiger Maschinen, die ohne grosses Getöse biken wollen, aber nicht auf viel gute Technik unter dem Kleid verzichten möchten.
Britisches Understatement: Mehr Sein als Schein!


Weitere Tests

BMW 800 ST, Honda 1000 CBF, Yam. Fazer etc.


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